Parkfest Kleingartenpark Leipzig Südost - geplant am 12.08.2017

Die 8 Vereine planen in Zusammenarbeit mit Wabe e.V. ein gemeinsames Parkfest durchzuführen.

Das Parkfest- gleichzeitig Kinder- und Sommerfest der Vereine, wird unter verschiedenen Themen durchgeführt, geplant sind hier z.B. ein Mittelaltermarkt, 70er/80er Jahre, Südsee..........usw. lasst Euch einfach überraschen, wir informieren rechtzeitig und umfassend über den Stand der Vorbereitungen.

Gleichzeitig werden wir das 10jährige Bestehen der sogenannten Tafel Gärtner feiern, auch dazu wird es hier und da einige Überraschungen geben.

Euer KGPSOssi

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Hätte ich die Überschrift gewählt

Anleitung zum Bau einer Bombe …………..

hätte es bestimmt bald an meiner Tür geklingelt, denn dazu bin ich zu bekannt geworden.

Dabei wäre meine Anleitung ziemlich harmlos. Als Kleingärtner kann  es sich bei mir nur um Samen-Bomben handeln.  Ahnungslos ?  Anleitung unter der Position  „Grüne Welle – Garten Piraten“.

 

Nie gehört ? Das Thema ist zu finden unter Guerilla Gärtner oder wie die Münchner sagen: Gießkannenanarchos.

Der Städtebegrünung beizutragen gibt es viele Möglichkeiten, nicht nur in Parkflächen, Stadtwäldern Kleingärten und auch Kleingartenparkanlagen, sondern im Stadtkern auch größere und kleinere Flächen. Nicht durch Einzelbepflanzung oder Samen erdbedeckend – viel zu mühselig.

Die grüne Seele im Menschen hat dazu verführt  sich ideenreich für sprießende Pflanzen einzusetzen und die Samenbombe entwickelt – also nicht einfach die gekaufte Samentüte durch die Gegend werfen, sondern fachmännisch ein Substrat mischen und einsetzen bzw. während der Fahrradtour die umliegende Gegend damit bombardieren. Funktioniert so einwandfrei, das es einen Fernseh-bericht wert war.

 Hatten wir schon einmal einen Fernsehbeitrag zum Thema „Kleingartenparks in Deutschland“ oder noch besser für den in Leipzig Südost ?  

Immerhin der erste Europaweit. Die Idee wurde mit einer Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ 1998 gewürdigt, vom Office in Luxemburg – der Dachorganisation der Kleingärtnerverbände Europas - beehrt und last not least – im Wettbewerb der amerikanischen Firma Briggs & Stratton, der Produzent für Geräte und Maschinen für den Gartenbau, unter die  zehn schönsten Parkanlagen Deutschlands gezählt und  in den siebenten Platz gekürt.  

2003 wurde uns diese Ehre zuteil.

Ist mir zwar heut noch ein Rätsel, aber optimistisch gesehen, nähern wir uns immer mehr den Vorschuss-Lorbeeren.

Da haben wir es.  Die Durchsetzung unseres grünen Verständnisses gegenüber der Natur und einem  Ausgleich des Naherholungsdefizites in der urbanisierten Welt,  beschränkt sich nicht nur auf städtische Grünanlagen in Parks – auch Friedhöfe - , sondern auch auf Vereinsflächen in Kleingartenanlagen, auf Urban Gardening und auf Großstadtflächen – manchmal sogar zwischen Bürgersteiggehwegplatten – für die Gießkannenanarchos, eine eigene Initiative begründet  und größere und kleinere Flächen begrünt haben.

 

Gärtnern ist halt vielfältig und nicht durch Pflasterungen begrenzt.  

 

Ganz m.M.O.P.

Ein Badewannen - Hochbeet als gärtnerische Kultur ?

Oder entartete Kunst ? 

 

Davon abgesehen das entartete Kunst nicht mehr in unseren zivilisierten Sprachgebrauch gehört, es gibt nur abstrakte Kunst (s. Picasso). Generell  jene künstlerische Freiheit, die einer mag oder auch nicht. Meisten mag einer nur den Wert des Kunstobjektes.

 

Doch wir sprechen von Beeten – mit Gemüse-, Kräuter und/oder Blumenpflanzen. Wir sprechen von Urban Gardening. Deutsche Sprache ist lebendig und damit erfinderisch. 

Brachliegendes Land kann ohne weiteres zur befristeten Zwischennutzung, manchmal nur für ein Jahr, wie der Prinzessinengarten in Berlin, von den Stadtvätern freigegeben werden.

 Überall weiße Säcke und Kisten aus Holz oder Plaste. Überall sprießen Pflanzen aus diesen heraus, natürlich aus biologisch einwandfreier Erde. „Mobile urbane Landwirtschaft“ steht an den Zäunen.

Mobil müssen sie sein, diese Gartenfruchtanbau-Enthusiasten. Wenn Berlin immer nur Ein-Jahresverträge unterschreibt, denn die Stadt hofft auf einen Investor, muss man umziehen können, ohne Probleme. Exklusive Eigentumswohnungen zu bauen verträgt sich nicht mit „Gärtnern in der Stadt“, wenn es auf vorgesehen Bauplatz stattfindet.   

 

Anders dagegen ist der Sachverhalt auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof. Hier ist die Zwischennutzung bis Ende 2016 erlaubt.  Dann wird die Internationale Gartenausstellung, unsereins bekannt als IGA, hier eröffnet.     

Und so finden wir hier ein Sprießen und Gedeihen von vielerlei Gemüse,  Kräutern und Blumen in Kisten, Verschlägen, Betten, Schränken und Badewannen. In rein ökologisch, extra georderter Erde.

Der Grund und Boden hier ist belastet. „Sonnenblumen statt Kerosin“  schrieb eine Reporterin des Jakarta Clobe –einer  indonesischen Zeitung über den größten Gemeinschaftsgarten Europas. 

Die Welt interessiert sich für Deutschlands Umgang mit Gärtnern und Gärten, insbesondere Kleingärten und deren Parks. (s. Aussagen zur Kleingartenparks-Konzeption „ Ein Vorreiter mit einem klaren Ziel ist Leipzig“)

Sowie man heutzutage einen Garten durch urbane Gartenprojekte  neu definieren kann, sollte man auch Kleingartenordnungen mehr der Historie anpassen und bisher in der Grauzone geduldete Gegebenheiten, nämlich z.B. die Anerkennung eines extra Schuppens auf dem Pachtgelände, als notwendige Betriebs- und Geschäftsausstattung,  erlauben.  Das BkleingG bleibt natürlich, sonst würden aus den Kleingartenanlagen bald Baugelände oder  viel zu teure Erholungsgärten. Denn kaum eine Kleingartenanlage ist im Bebauungsplan Leipzigs als Dauerkleingartenanlage ausgewiesen.

Wir finden sie nur im Flächennutzungsplan wieder und das soll nicht so koscher sein.

 

Genauso wie es angedacht ist, die Kleingartenanlagen in einem Kleingartenpark zu integrieren, zu einem Ort, wo nicht nur gärtnern, sondern der auch ein Ort der Begegnung, des Lernens, des freien Kommunizierens und der Wissensvermittlung sein soll, so ist auch Tempelhof eine Anlaufstelle, ein Ort der Vernetzung und ein Wissensspeicher, hier um alte Gemüsesorten. (Frau Hehl vom Allmende Kontor, dem Initiator des Projektes).

 

Deutschlands Gartenlandschaft hat viele Facetten.

 

 

m.M.O.P. zum Thema


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